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BBK-Checkliste: 10 wichtige Dinge für den Notfall

Ratgeber · Notfallvorsorge

BBK-Checkliste: 10 wichtige Dinge für den Notfall

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Eine gute Notfallvorsorge beginnt nicht mit teurer Spezialausrüstung, sondern mit einem durchdachten Plan. Diese praktische Checkliste zeigt zehn zentrale Bereiche, die Sie zu Hause Schritt für Schritt abdecken können.

Was empfiehlt das BBK für die Notfallvorsorge?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät, den eigenen Haushalt so vorzubereiten, dass er sich möglichst zehn Tage selbst versorgen kann. Wenn das zunächst nicht machbar ist, beginnen Sie mit drei Tagen und erweitern den Vorrat. Die folgende Auswahl ist eine redaktionelle Zusammenstellung von zehn wichtigen Bereichen auf Basis der BBK-Empfehlungen – keine offizielle Rangliste des BBK.

1. Trinkwasser: die Grundlage jeder Vorsorge

Rechnen Sie mit rund zwei Litern Getränken und Wasser für die einfache Speisenzubereitung pro Person und Tag. Für zwei Menschen ergeben sich für zehn Tage etwa 40 Liter. Bei Hitze, Krankheit oder besonderem Bedarf ist mehr einzuplanen. Lagern Sie originalverschlossene Getränke kühl und beachten Sie die Herstellerhinweise.

2. Haltbare Lebensmittel für Ihren Haushalt

Wählen Sie vor allem Lebensmittel, die Ihre Familie ohnehin isst: Konserven, Knäckebrot, haltbare Milch, Hülsenfrüchte, Nüsse oder verzehrfertige Mahlzeiten. Berücksichtigen Sie Allergien und Spezialnahrung. Ein Teil sollte auch ohne Kochen genießbar sein.

3. Notfallradio als zusätzlicher Informationskanal

Bei einem Stromausfall können Internetverbindungen und Mobilfunk beeinträchtigt werden. Ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio hilft, Meldungen empfangbarer Rundfunksender zu verfolgen. Unser Notfallradio mit Kurbel, Solarzelle und 2.000-mAh-Akku verfügt zusätzlich über Licht und einen USB-Anschluss. Die tatsächliche Empfangslage hängt vom Standort ab.

4. Taschenlampen und sichere Beleuchtung

Lagern Sie funktionierende LED-Taschenlampen und passende Batterien griffbereit. Akkuleuchten sollten regelmäßig geladen werden. Offene Flammen bergen Brandgefahren und sollten möglichst nicht Ihre erste Wahl sein.

5. Wärme und geeignete Kleidung

Warme Decken, trockene Wechselkleidung, Mützen und Schlafsäcke helfen, Wärmeverluste zu reduzieren. Wählen Sie bei Kälte möglichst einen kleinen, gut isolierbaren Aufenthaltsraum. Verbrennungsgeräte sind in Innenräumen wegen Kohlenmonoxid- und Brandgefahr besonders riskant.

6. Hausapotheke und persönliche Medikamente

Prüfen Sie regelmäßig Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, individuelle Medikamente und notwendige Hilfsmittel. Lassen Sie sich bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zur sicheren Bevorratung und Lagerung ärztlich oder in der Apotheke beraten.

7. Hygiene und sanitäre Grundversorgung

Denken Sie an Toilettenpapier, Feuchttücher, Seife, Hygieneprodukte, Müllbeutel und gegebenenfalls Windeln. Überlegen Sie auch, wie Sie bei einer unterbrochenen Wasserversorgung die Hygiene aufrechterhalten.

8. Bargeld und ein Plan für wichtige Kontakte

Bei Ausfällen können Kartenterminals und Geldautomaten zeitweise unbrauchbar sein. Bewahren Sie eine angemessene Menge Bargeld in kleiner Stückelung auf. Notieren Sie wichtige Telefonnummern auch auf Papier.

9. Dokumentenmappe und Notgepäck

Ausweise, Versicherungsunterlagen, medizinisch wichtige Informationen und andere Dokumente sollten bei einer kurzfristigen Evakuierung schnell verfügbar sein. Packen Sie pro Person ein tragbares Notgepäck und lagern Sie Kopien sicher.

10. Bedürfnisse von Kindern, älteren Menschen und Haustieren

Vorsorge ist individuell: Babynahrung, Tierfutter, Medikamente, barrierefreie Hilfsmittel und passende Vorräte sind oft entscheidender als ein standardisiertes Set. Besprechen Sie den Plan mit allen Haushaltsmitgliedern.

Ihre Notfallvorsorge zum Abhaken

So starten Sie ohne großen Aufwand

Prüfen Sie zuerst, was Sie bereits besitzen. Ergänzen Sie dann jede Woche einen kleinen Teil des Vorrats. Beschriften Sie Regale, notieren Sie Haltbarkeitsdaten und kontrollieren Sie die Ausrüstung zweimal jährlich. Lesen Sie dazu auch unseren Leitfaden zum Stromausfall.

Offizielle Quellen

Häufige Fragen