Wie viel Trinkwasser sollte man lagern?
Das BBK empfiehlt als Orientierung zwei Liter Flüssigkeit pro Person und Tag: etwa 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter für einfache Speisenzubereitung. Für eine Person ergeben sich 6 Liter für drei, 10 Liter für fünf und 20 Liter für zehn Tage. Bei Kindern, Hitze, Erkrankungen oder erhöhtem Bedarf können andere Mengen erforderlich sein. Der Wert umfasst nicht den gesamten Wasserbedarf für Körperpflege und Reinigung.
Beispielrechnung für eine vierköpfige Familie
Vier Personen benötigen bei zwei Litern pro Tag rund acht Liter täglich, für drei Tage 24 Liter und für zehn Tage 80 Liter. Lagern Sie die Vorräte verteilt, wenn Platz und Tragfähigkeit begrenzt sind. Achten Sie bei schweren Wasserbehältern auf stabile Regale.
Welche Lebensmittel gehören in den Notvorrat?
- Konserven mit Gemüse, Bohnen, Linsen oder Fisch – mit geeignetem Öffner.
- Brot in haltbarer Verpackung, Knäckebrot, Haferflocken und Müsli.
- Nüsse, Trockenfrüchte, haltbare Brotaufstriche und Energieriegel.
- Haltbare Milch oder geeignete Alternativen, Babynahrung und Spezialkost.
- Lebensmittel, die ohne Kochen verzehrt werden können, für die ersten Tage.
Wie viel Nahrung ist genug?
Pauschale Kilogrammzahlen sagen wenig über den tatsächlichen Bedarf. Planen Sie eine realistische Zahl von Mahlzeiten pro Person und Tag und berücksichtigen Sie Energiebedarf, Allergien und Essgewohnheiten. Legen Sie zunächst einen Drei-Tage-Speiseplan mit vorhandenen Lebensmitteln an und erweitern ihn schrittweise.
Richtig lagern und regelmäßig verbrauchen
Lagern Sie Vorräte kühl, trocken, lichtgeschützt und nach Verpackungshinweisen. Stellen Sie neue Produkte nach hinten und verbrauchen Sie ältere zuerst. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht mit einem Verbrauchsdatum gleichzusetzen; bei beschädigten Dosen, auffälligen Verpackungen oder verdorbenen Waren sollten Sie kein Risiko eingehen.
Wenn Leitungswasser nicht verfügbar ist
Ein vorausschauend gelagerter Trinkwasservorrat ist verlässlicher als spontane Aufbereitung. Mobile Filter können bestimmte Verunreinigungen reduzieren, sind aber nicht für jede Wasserquelle geeignet. Hochwasser und chemisch belastetes Wasser dürfen nicht als sichere Trinkwasserquelle angesehen werden. Lesen Sie mehr in unserem Ratgeber zur Wasseraufbereitung.
Notvorrat-Checkliste für Ihren Haushalt
Wasser und Lebensmittel sind nur der Anfang
Ergänzen Sie den Vorrat um Licht, warme Kleidung, Hygiene und einen unabhängigen Informationskanal. Unsere BBK-orientierte Checkliste hilft dabei.

